Binance Staking

Was ist Staking überhaupt?

Staking beschreibt die Partizipation am Konsensmechanismus einer Blockchain. Anders als beim Mining, liegt hier der Algorithmus Proof of Stake (PoS) zugrunde.

 

Ein Konsensmechanismus ist das Herzstück einer Blockchain. Durch ihn wird die dezentrale Verwaltung der Blöcke ermöglicht. Vor allem geht es um die Validierung der verschiedenen Transaktionen, damit die Sicherheit der Blockchain gewährleistet werden kann.

 

Wer in dem Netzwerk verantwortlich für die Validierung eines Blockes ist, wird zufällig bestimmt und ständig aktualisiert. Anders als beim Mining, entscheidet hier nicht die eingesetzte Rechenleistung der Miner, sondern die eingesetzte Menge der Währung. Je höher der Anteil des Assets ist, desto wahrscheinlicher ist die Beteiligung an der Blockerstellung. Dementsprechend stellen Staking Pools, wie beim Mining auch, eine interessante Möglichkeit dar, auch mit kleinen Beständen Profite zu erwirtschaften. 


Was macht Binance Staking genau?

Binance nimmt Ihnen mit dem Staking Service nun die Arbeit ab, nach lukrativen Staking Token zu suchen und sich näher mit dem Verfahren zu beschäftigen. Sie gewinnen an Komfort und ebenfalls an Sicherheit, da Binance in der Vergangenheit auf Kundensicherheit geachtet und somit unseriöse Angebote ausgeschlagen hat.

Sie haben die Möglichkeit auf einer übersichtlichen Seite aus verschiedenen Angeboten auszuwählen. Die Auszahlungen und Kosten sind vollkommen transparent dargestellt. Zudem vereint Binance mehrere Angebote auf einen Service und Sie müssen nur auf einer Plattform aktiv werden. Machen Sie sich allerdings trotzdem mit dem Service vertraut und investieren Sie nicht blind!

Über die Auszahlungsintervalle, die für ein bestimmtes Projekt gelten und inwieweit Sie auf Ihr Kapital während des Stakings zugreifen können, informieren sie sich am besten direkt bei Binance.


Was steckt hinter Binance?

Binance ist die weltweit führende Krypto-Börse und hat nach eigenen Angaben ein Tagesvolumen von 1,2 Milliarden Dollar.

 

Neben dem Börsengeschäft bietet Binance noch einige weitere Services im Krypto-Markt an. Neben Weiterbildungsprogrammen, einem eigenen Token (BNB), Forschungsystemen und einem Trust Wallet, besitzt Binance auch einen Charity-Zweig. Binance ist in unseren Augen der wichtigste Player im Krypto-Markt.

 

Gegründet wurde das Unternehmen 2017 unter anderem vom jetzigen CEO Changpeng Zhao. Zunächst hatte Binance seinen Sitz in Asien. Nachdem im asiatischen Raum jedoch stärkere Regulationen eingeführt wurden, wurde der Hauptsitz von Binance nach Malta verlegt. Trotzdem sitzt ein Großteil des Teams noch auf der ganzen Welt verteilt. 


Lohnt sich Binance Staking?

Binance hat in der Vergangenheit einige lukrative Angebote bereitgestellt. Wie hoch die aktuellen Renditen sind, schauen Sie am besten auf der Binance Seite nach, da diese regelmäßig angepasst werden. Beachten Sie aber stets, dass hohe Renditen nicht ohne hohes Risiko funktionieren.

 

Überlegen Sie sich gut, ob Sie in einen sehr unbekannten Coin investieren, der mit 20% Rendite oder mehr glänzt. Der Cashflow ist egal, wenn der Coin um 50% an Wert verliert, was gerade bei kleinen Projekten in wenigen Tagen der Fall sein kann.

Wir empfehlen das Staking vor allem bei Token, die Sie “so oder so” halten. Hier ist ein Cashflow aus ansonsten “toten” Assets natürlich interessant.

Ob es sich lohnt oder nicht, müssen Sie individuell für sich entscheiden.

 



Tutorial zur Anmeldung auf Binance?

Falls wir Ihr Interesse für Binance Staking geweckt haben, freut uns das natürlich. Wir haben für Sie ein Tutorial erstellt, in dem Sie jedem Schritt von der Anmeldung bis zum Staking nachvollziehen können. Lesen Sie trotzdem die nachfolgenden Punkte.


Risiken beim Nutzen

Das größte Risiko beim Nutzen des Staking Services ist ein Kursverlust der Kryptowährung. Trotz regelmäßigem Cashflow würden Sie bei hohen Kursverlusten trotzdem einen Verlust einfahren. Was bringen 5% Dividende, wenn eine Aktie im gleichen Jahr um 10% fällt?

 

Für Buy&Hold Anleger ist das Ganze allerdings trotzdem interessant. Sie würden aufgrund Ihrer Anlagestrategie ja auch ohne Cashflow dem Kursrisiko ausgesetzt und würden die gleichen Verluste einfahren. Diese können aber durch den Cashflow gegebenenfalls verringert werden. Wer die Kryptowährungen also ohnehin hält, hat wenig zusätzliches Risiko.

Der zweite Risikofaktor ist Binance selbst. Auch wenn Sie jederzeit Zugriff auf Ihre Tokens besitzen, weiß man nie mit einer 100%-igen Sicherheit, was in Sonderfällen passiert. Wird Binance gehackt? Fällt Binance in die Insolvenz? Gibt es interne Betrugsfälle oder (Hacker-)Angriffe?

 

Wir bewerten das Risiko zwar sehr gering, aber niemand kann mit Sicherheit versprechen, dass ihr Geld bei Binance immer gut aufgehoben ist. Beachten Sie: Regelungen rund ums Sondervermögen, wie bei Banken, gibt es für Krypto-Exchanges nicht.


Zentralisierung durch Binance Staking?

Die Zentralisierungsgefahr entsteht durch die Marktdominanz von Binance. Wie Sie sicherlich bereits wissen, finden auf der Blockchain regelmäßige Abstimmungen statt. Solange kein Abstimmungsteilnehmer mehr als 50% der Stimmgewalt auf sich vereint, kommt es zu keinen Problemen. Er könnte selbst mit bösartigen Absichten nicht für Schwierigkeiten sorgen. Erreicht der Anteil aber nun über 50%, sind so genannte 51%-Attacken möglich. Jetzt könnte der Angreifer “falsche” Blöcke akzeptieren.

 

Wie bei jeder anderen Abstimmung ist es so, dass im besten Fall sehr viele daran teilnehmen und die Stimmrechte gleichverteilt sind. Sollten Ihnen dieser Mechanismus noch unklar sein, finden Sie hier eine deutlich ausführlichere Erklärung. Diese 51%-Attacken kennt man bis jetzt vor allem aus dem Bitcoin-Netzwerk. Hier gilt zwar der "Proof of Work-Mechanismus", dieses Prinzip ist jedoch sehr ähnlich. In der Vergangenheit schlossen sich dort viele Miner zu Mining Pools zusammen. Durch die wenigen Anbieter entstand ein Oligopol, wobei einzelne Services noch weit von 50% Stimmanteil entfernt waren.

 

Kann sowas auch beim Staken passieren?

 

Ja! Bei genauerer Betrachtung ist das beim Staking sogar noch deutlich einfacher. Beim Mining fallen massive Kosten für den Betreiber eines Services an, da teure Infrastruktur (Rechenleistung) errichtet werden muss. Somit sind die Kosten so hoch, dass Sie jeglichen Ertrag massiv schmälern würden.

Beim Staking fällt dieser “Schutz” weg. Es ist lediglich das Kapital, nicht die Rechenleistung entscheidend, das zum Staking bereitgestellt wird. Birgt Binance Staking nun also Gefahr?

 

Binance ist die größte Börse der Welt und verfügt über ein sehr großes Kapital. Es gibt zwar einige Konkurrenten, aber niemand hat auch nur annähernd die gleiche Macht wie Binance. In der Vergangenheit hat sich ein großer Marktanteil immer positiv ausgewirkt, da Neukunden natürlich lieber bei einem großen und seriösen Dienst wechseln.

 

Trotzdem muss man realistisch sagen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass es 1. Binance überhaupt schafft, 51% Abstimmung Anteile zu erreichen und 2. überhaupt bösartige Absichten besitzt. Als ein so großes Unternehmen, sind Sie an einem langen Fortbestehen interessiert. Außerdem sind Sie ein Unternehmen, welches zu 100% vom Krypto-Markt abhängt. Gibt es Probleme in der Krypto-Welt, leidet das Unternehmen immer mit. Schwer zu glauben also, dass Binance ein solches Problem in Zukunft selber erschaffen würde. Denn sobald eine Zentralisierung Macht entsteht, ist das in jedem Fall schlecht für die Krypto-Umwelt. Bis jetzt ist ja die Dezentralität das, was Sie auszeichnet.

 

Bewerten Sie also für sich selber, was Sie davon halten. Wir schätzen das Risiko zwar sehr gering ein, werfen Sie aber in jedem Fall in der Zukunft ein Auge auf dieses Thema.


Steuerliche Aspekte

Die steuerliche Betrachtung auf das Staking ist generell interessant. Dass der Service von Binance genutzt wird, ist unwichtig. Es gibt momentan in Deutschland noch keine Richtlinie, wie genau mit den Erträgen umgegangen wird. Klar ist allerdings, dass sie mit Sicherheit nicht vollkommen steuerfrei sind und letztendlich von Ihnen angegeben und versteuert werden müssen. Wie bereits oben beschrieben, sind die Erträge vergleichbar mit Dividenden, die Sie von Aktiengesellschaften erhalten. Dementsprechend ist die steuerliche Einordnung ähnlich.

Genaue Empfehlungen können wir an dieser Stelle leider nicht abgeben. Wir möchten Ihnen allerdings einige Denkanstöße mitgeben.

Notieren Sie regelmäßig Ihren Depotwert und wann Sie wie viele Token als Belohnung erhalten haben. Auch der dazugehörige Wert ist wichtig. Besprechen Sie mit Ihrem Steuerberater das weitere Vorgehen oder kontaktieren Sie Ihr Finanzamt und fragen Sie explizit, wie Sie vorgehen sollen. Vermeiden Sie spätere Probleme und nehmen Sie das Thema ernst.

Dokumentieren Sie so, dass sie in der Lage sind, ohne große Vorarbeit einem Fremden und nicht Sachkundigen Ihr Vorgehen zu erläutern und transparent darstellen zu können.